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Münzstapel, die nach rechts hin immer höher werden, sind nebeneinander auf einem erdigen Untergrund aufgestellt. Auf ihnen wachsen Pflanzen, die ebenfalls nach rechts hin immer größer werden.

Nachhaltigkeit

Investieren für eine nachhaltige Zukunft

 

Das Thema Nachhaltigkeit begegnet uns heute überall, auch bei der Geldanlage. Wie wichtig es ist, zeigt der Erdüberlastungstag: Ab diesem Tag verbrauchen wir für den Rest des Jahres mehr natürliche Ressourcen, als die Erde im selben Jahr erneuern kann, und leben damit auf Kosten nachfolgender Generationen. Für Österreich liegt dieser Tag seit Jahren bereits im Frühjahr.

 

Mit nachhaltigen Geldanlagen können Sie Ihr Vermögen so anlegen, dass es zu Ihren persönlichen Werten passt, und eine nachhaltigere Entwicklung unterstützen. Ob eine nachhaltige Anlage mehr oder weniger Ertrag bringt oder Krisen besser übersteht als andere Anlagen, lässt sich nicht allgemein sagen. Das hängt vom einzelnen Produkt, von seinen Kosten, von der Marktentwicklung und vom Zeitraum ab.

 

Einige Themen, auf die nachhaltige Anlagen häufig ausgerichtet sind: alternative Energieerzeugung, Energieeffizienz, Wasserversorgung, Mobilität und Transport, Green Buildings, intelligente Stromnetze (Smart Grids), Blue Economy (nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen) oder Recycling.

 

Wie jede Geldanlage hat auch dieser Bereich neben seinen Chancen auch Risiken. Viele Unternehmen in diesen Themenfeldern sind jung oder in neuen Märkten tätig; wie sie sich langfristig entwickeln, ist schwer einzuschätzen. Hinzu kommen Kursschwankungen und im Einzelfall ein Verlust des eingesetzten Kapitals.

 

Wann ist eine Wirtschaftstätigkeit ökologisch nachhaltig? Die EU-Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) ist ein Klassifikationssystem der Europäischen Union. Danach gilt eine Wirtschaftstätigkeit als ökologisch nachhaltig, wenn sie

  • zu mindestens einem Umweltziel, etwa dem Klimaschutz, wesentlich beiträgt,
  • keines der anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigt,
  • die technischen Bewertungskriterien erfüllt und
  • einen Mindestschutz einhält, etwa bei Menschen- und Arbeitsrechten.

 

Umwelt ist eine der drei Säulen von ESG (Environmental, Social, Governance; deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Mit diesen drei Bereichen wird beschrieben, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen wirtschaftet.

 

Artikel 8 und Artikel 9: Offenlegungskategorien, keine Gütesiegel. Nach der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) müssen Anbieter offenlegen, wie ein Finanzprodukt mit Nachhaltigkeit umgeht:

  • Artikel-9-Produkte haben eine nachhaltige Investition zum Ziel.
  • Artikel-8-Produkte bewerben ökologische oder soziale Merkmale.
  • Andere Produkte unterliegen keinen dieser besonderen Offenlegungspflichten.

Diese Einteilung sagt, welche Angaben ein Anbieter machen muss. Sie ist kein Qualitäts- oder Sicherheitssiegel und keine Aussage über Ertrag oder Risiko eines Produkts.

 

Daneben gibt es Gütesiegel für Finanzprodukte, etwa das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte. Ein solches Zeichen bestätigt, dass ein Produkt die Kriterien des jeweiligen Zeichens erfüllt. Über Ertrag, Kosten oder Risiko sagt es nichts aus, und die Kriterien der verschiedenen Zeichen sind unterschiedlich.

 

Nicht überall, wo Nachhaltigkeit draufsteht, ist auch Nachhaltigkeit drin. Es lohnt sich daher, die Angaben zu einem Produkt im Detail anzusehen: Worin wird investiert, welche Kriterien gelten, und wie wird das überprüft?

 

Häufiger Bezugspunkt für Nachhaltigkeitsziele sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Die verschiedenen Kategorien und Siegel sind noch nicht einheitlich; in diesem Bereich sind weitere Entwicklungen und Neuerungen zu erwarten.

 

Manche Ökonominnen und Ökonomen sehen im Umbau zu einer klimafreundlichen Wirtschaft einen neuen, „grünen" Kondratieff-Zyklus. Die Theorie geht auf den russischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff zurück: Danach verläuft die Wirtschaft in langen Wellen, die Jahrzehnte andauern und von grundlegenden technischen Neuerungen angestoßen werden. Ob sich das so bestätigt, ist offen.

 

Was bedeutet Nachhaltigkeit in unserer Beratung für Sie?

 

Bei der Beratung zu fondsgebundenen Lebensversicherungen (Versicherungsanlageprodukten) und bei der Vermittlung von Wertpapieren gehen wir mit Ihnen diese Schritte durch:

  • Ihre Ausgangslage: Wir klären Ihre Anlageziele und die geplante Anlagedauer, Ihre Kenntnisse und Erfahrungen mit Geldanlagen, Ihre finanziellen Verhältnisse einschließlich der Frage, welche Verluste Sie tragen können, und Ihre Risikobereitschaft.
  • Ihre Nachhaltigkeitspräferenzen: Wir fragen Sie, ob und in welchem Umfang Ihnen Nachhaltigkeit bei der Anlage wichtig ist, zum Beispiel ein Mindestanteil an ökologisch nachhaltigen oder nachhaltigen Investitionen oder die Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.
  • Verständliche Erklärung: Wir erklären Ihnen die Nachhaltigkeitsmerkmale der in Frage kommenden Produkte auf Grundlage der Angaben der Anbieter.
  • Passt die Empfehlung zu Ihnen? Wir prüfen, ob ein Produkt zu Ihren Zielen, Ihren Verhältnissen und Ihren Nachhaltigkeitspräferenzen passt. Passt kein Produkt zu Ihren Präferenzen, sagen wir Ihnen das. Sie entscheiden dann, ob Sie Ihre Präferenzen anpassen möchten.
  • Dokumentation: Sie erhalten eine schriftliche Erklärung zur Eignung der Empfehlung mit den Gründen dafür.

 

Unsere rechtlichen Informationen zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken, zu nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen und zu unserer Vergütung finden Sie unter Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen im Impressum.

 

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