dezh-CNenfrhuitjamnrusles

Loading…

Informationen zu

Fremdwährungs-Finanzierungen

  • 0

Fremdwährungs-Finanzierungen (insbesondere CHF)

Primäre Risiken bei endfälligen Fremdwährungskrediten

Seit der Wirtschaftskrise 2007 hat die FMA (österreichische Finanzmarktaufsicht) ergänzende Richtlininen für alle Banken Österreichs erlassen, in denen festgelegt ist, dass endfällige Fremdwährungskredite nicht mehr als Massengeschäft angeboten werden dürfen. Und alle bestehenden Kreditnehmer müssen nochmals auf die besonderen Risiken - insbesondere das Währungsrisiko, das Tilgungsträgerrisiko und das Zinsrisiko - aufmerksam gemacht werden.

Allgemeine Informationen zu Fremdwährungskrediten (FMA)
Risiken bei endfälligen Fremdwährungskrediten (FMA)

EUR/CHF | EUR/YEN | EUR/USD - Kurs Historie

Der Euro wurde mit 01.01.2002 in Österreich als Bargeld eingeführt. Bis Oktober 2007 ist der CHF/EUR Kurs stetig gestiegen (Franken wurde im Verhältnis zum Euro schwächer). Seit Oktober 2007 ist der CHF/EUR Kurs stetig gefallen und nach dem Ende der künstlichen Kursuntergrenze am 15.01.2015 hat sich der Wechselkurs bei etwa 1,10 eingependelt.

Auch ein zukünftiger Kurs von 0,80 CHF/EUR wäre denkbar. Wer also seinen CHF-Kredit mit 1,60 aufgenommen hat und den Kursverlust bei 0,80 realisiert, hat dann doppelt so hohe Schulden wie ursprünglich aufgenommen.

Niemand kann aber mit Sicherheit sagen, wie sich der Kurs weiter entwickeln wird.
Siehe Chart-Historie seit 1999 (EZB)

Nachträgliche Erschwernisse für Fremdwährungs-Kreditnehmer

Da die Refinanzierungskosten der Banken seit der Wirtschaftskrise 2007 deutlich gestiegen sind, versuchen sie, diese Mehrkosten den Kreditnehmern weiterzuverrechnen.

Der VKI/Konstumentenschutz hat gerichtlich erwirkt, dass diese Refinanzierungszuschläge bei Finanzierungen mit privatem Zweck (= u.a. Konsumentenfinanzierungen) nicht zulässig sind.

Jedoch bei Finanzierungen mit unternehmerischen Zweck haben Banken sehr wohl die Möglichkeit die Zinsaufschläge zu erhöhen.

Wobei man hier beachten muss, dass einige Banken sich zu viel erlauben:

  • Unangemesse Erhöhungen der Refinanzierungsaufschläge (z.B. entsprechen nicht den Vereinbarungen laut Kreditvertrag oder den tatsächlichen Mehrkosten in der Refinanzierung seitens der Bank)
  • Ignorierung sämtlichen Tilgungsträgeränderungen (Switch bzw. Shift im Tilgungsträger, Teilentnahmen für Teiltilgungen, etc.)
  • etc.

Mögliche Lösungen in der aktuellen Situation

  • Erhöhung der Einzahlungen in den/die Tilgungsträger (Achtung: Tilgungsträgerrisiko!)
  • Umstellung auf ratierliche Abstattung (Achtung: Realisierung des Währungsverlustes, dafür geringes Währungsrisko und kein Tilgungsträgerrisiko!)
  • Teiltilgungen des offenen CHF-Saldos durch Teilentnahmen aus den Tilgungsträgern (Achtung: Teilrealisierung des Währungsverlustes, dafür geringeres Tilgungsträgerrisiko!)
  • Teiltilgungen des offenen CHF-Saldos durch weitere Eigenmittel (Achtung: Teilrealisierung des Währungsverlustes!)
  • (Teil)Konvertierung in Euro-Kredit (Achtung: Reduzierung des Währungsrisikos, vermutlich höheres Zinsrisiko!)
  • Währungsabsicherung EUR/CHF für den Fall des Durchbruchs der Barriere bei 1,20 (Achtung: Reduzierung des Währungsrisikos!)
  • Mischlösungen von den bisher genannten Möglichkeiten

Seriöserweise sind Prognosen leider nicht möglich. Die primären Risiken:

  • WÄHRUNGSRISIKO,
  • TILGUNGSTRÄGERRISIKO,
  • ZINSRISIKO,
  • und das BONITÄTSRISIKO DER BANK (insbesondere bei Unternehmerkrediten)

bestehen in unterschiedlicher Gewichtung auch weiterhin.

Wir sind Ihr Partner in allen Finanzierungsangelegenheiten. Melden Sie sich bei uns, wir helfen gerne.

Anmelden